Kritik am BRG Viktring - Lehrer Teil I
Lehrerkritik… eine Thema, welches sehr vorsichtig zu behandeln. Zu recht. Schüler sind prinzipiell nicht fähig Lehrer richtig zu kritisieren. Letztendlich hängt dies auch damit zusammen, dass ein durchschnittlicher Schüler nicht eine soziale Bindung an den Lehrer hat. Der Schüler muss einen Lehrer rein am Verhalten des Lehrers behandeln. Und ein Verhalten ist in jedem Fall mehrdeutig.
Einen extremen Standpunkt lernte ich bei einer Diskussion AHS vs. BHS kennen. Ich weiß nicht, ob ich mich ihm anschließe. Lehrerinnen sind die besseren Lehrer. Der große Vorteil von Lehrern liegt darin, dass Männer prinzipiell als dominanter und autoritärer gesehen werden. Im produktiven Unterricht ist es einfach nicht zweckgerichtet die Diskussionen von Klassenkameraden während des Unterrichts ertragen zu müssen. Ich möchte selbst behaupten, dass bei männlichen Lehrer durchschnittlich mehr Ruhe im Klassenzimmer herrscht als bei weiblichen Kolleginnen. Was mich besonders in meiner Ausbildungszeit störte: Das Mutter-Gefühl von manchen Professorinnen. Ein sorgsamer Umgang mit Unterstufenschülern ist unbedingt wichtig, aber in der Oberstufe ist es sehr kontraproduktiv. Jemand - der eine einfache Frage stellt (weil er die Grundlagen für ein Fach noch immer nicht versteht) - ist auf jeden Fall nicht mehr mit Samthandschuhen anzufassen. Gerade im universitären Bereich fällt dieser (übertrieben freundliche) Bereich (zum Glück) weg und bereits in der Schule muss diese Grundlage gelegt werden. Sind also Lehrerinnen die besseren Lehrer?
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ausbildung von Lehrern. Was mir ein bisschen abgeht, ist die Existenz von Fachtrotteln im Schulbetrieb. Auch wenn gewisse Personen Ansätze zeigen, so fehlen mir jene Professoren, die sich sehr tief mit einem Fach auseinander gesetzt haben, ganz extreme und extravagante Standpunkte entwickelt haben und auf besondere Ideen kommen. Wieso möchte ich solche Personen in der Schule sehen? “Motivation, das ist nicht Aufgabe des Lehrers” lautet das Zitat meines PHY-Professors und ich gab ihm vollkommen recht. Was mich eher wunderte, war die Reaktion der Mehrheit der Klasse: “Doch”. Ihr Verhalten stand aber (wie meines auch) genau für das Gegenteil: Schüler brauchen keine besonderes Motivationstraining des Lehrers. Schüler brauchen nur den Stoff bzw. die Unterlagen. Sie müssen eine Basis für das Fach besitzen auf dem sie aufbauen können und merken, dass das Fach sehr viele Teilgebiete besitzt, die es zu erforschen gilt. Rein daraus gewinnen Schüler Motivation und der Lehrer hat somit keine besondere Aufgabe des “Motivationstrainings”. Aus Kompetenz des Lehrers resultiert Motivation der Schüler.
Fortsetzung folgt …