Matura-Reform 2013/14
An den AHS-Schulen wird die erste neue Matura 2014, und in den berufsbildenden höheren Schulen 2015 stattfinden.
Diese Reifeprüfung wird aus 3 Modulen bestehen:
- Vorwissenschaftliche Arbeit
- Schriftliche Klausur: bundesweit einheitliche Fragen, die vom Lehrer nach einem vorgegebenem Lösungsschlüssel korrrigiert werden
- Mündliche Prüfungen: mit Fragen zu Themen, die von den Lehrern der Schule im Vorfeld fixiert werden
| Matura-Reform | |||||
| Vorwissenschaftliche Arbeit: | Verpflichtend Anmeldung am Ende der 7. Klasse Umfang: 15-20 Seiten, 4500-6000 Worte Maximal fünf Schüler pro Lehrer Lehrer kann Thema ablehnen, aber nicht den Schüler Mündliche Präsentation |
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| Schriftliche Matura: | Aufgaben zentral vorgegeben Benotung nach zentralem Bewertungsschlüssel Termin zentral festgelegt Kein “Zusatz”, Fünfer kann während Haupttermin durch zentral erstellte mündliche Prüfung ausgebessert werden entweder 3 Fächer (verpflichtend: D, M, erste lebende Fremdsprache) schriftlich, dann 3 mündliche Prüfungen; oder 4 Fächer (zusätzlich ein weiteres Fach) schriftlich, dann 2 mündliche Prüfungen |
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| Mündliche Matura: | Zwei oder Drei mündliche Prüfungen Lehrer der Schule erstellen Pool mit drei bis max. 24 Themenbereichen pro Fach - Schüler zieht 2 Themen, wählt eines und erhält dazu eine Frage Vorbereitungszeit ca. 30 Minuten Beantwortung einer Frage in 10-15 Minuten Präsentation der vorwissenschaftlichen Arbeit |
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Inhaltliche Schwerpunkte werden weiterhin berücksichtigt.
In einem Musikgymnasium muss entweder die “vorwissenschaftliche Arbeit” oder eine Prüfung in Musik abgelegt werden.
Bei der schriftlichen Mathematik-Matura wird nur ein Kernblock für alle Schulen standardisiert.
Eine neue “Bundesreifeprüfungs-Kommission” (in der Schüler, Lehrer, Eltern und die Universitätskonferenz vertreten sind) wird das Bundesinstitut für Bildung (welches die Klausuren zusammenstellt) beraten.
via Kleine Zeitung 27.06.2009, Seiten 8 und 9
Prinzipiell finde ich es nicht schlecht. Was mir nicht gefällt ist “Mündliche Präsentation der vorwissenschaftlichen Arbeit”. Kommt mir vor wie eine abgemagerte FBA vor, wo die Schüler Seiten voller Graphiken machen, damit sie auf die Seitenanzahl kommen und dann bei der Präsentation die Zeit rauszögern. Letztendlich wird dann die ganze 8. Klasse verbraucht, damit die 25 Schüler all ihre Themen präsentieren können. Gerade in der 8. Klasse ist mir der Unterricht abgegangen. Also sehe ich in einer Präsentation sehr große Probleme, aber umgekehrt muss der Lehrer sie natürlich kontrollieren, wenn sie bei der Matura vorgetragen wird.
Ich bin gegen dieses Präsentationsdenken und eher für die Idee des Spezialgebiets, wo ein Schüler selbstständig ein Thema ordentlich ausarbeitet und darauf geprüft wird.
Die übrige Zeit sollte bitte für Schüler aufgewendet werden, die Word & Co. nicht bedienen können! Wer auf die Universität kommt, sollte wenigstens eine wissenschaftliche Arbeit schreiben können.
Finde es auch bemerkswert und kritisch, dass immer mehr Maturakram in die 7. Klasse verlegt wird. Ich war froh, dass wenigstens in der 7. Klasse ordentlich Unterricht gemacht wird. In der 8. Klasse hat man (inoffiziell) eh so viel Zeit alles für die Matura zu machen. Ich bin aber recht ins Schwitzen gekommen und bei mir wurde alles sehr knapp, weshalb ich mich meiner Meinung entziehen möchte. Aber ich halte das mit der 7. Klasse trotzdem bedenklich.
Ansonsten finde ich die Reform ganz ok. Es gibt 100 Pro-Argumente und 100 Contra-Argumente. Ich bin der Meinung man kann es bloß probieren; wie so oft in der Pädagogik.
Zusatzinformation: AHS hat 2013 die ersten neuen Maturavorschriften. BHS 2014. Das heißt, dass Schüler der aktuellen 4. Klasse werden die ersten Versuchskaninchen mit der neuen Vorschrift sein werden.