Maturastreich
Recht spontan wurde ich am Vortag informiert, dass heute in der Nacht der Maturastreich erfolgen soll. Organisiert wurde die Aktion vorwiegend von der 8D und war eine Folge der letzten Matura von der 8C am Vormittag. Natürlich wurden von der 8A eigenständig viele Ideen für einen Maturastreich aufgeworfen:
- Wand vor Eingang bauen
- Tische aus Klassenräumen holen und Gänge zubauen
- Mit Frischhaltefolien Arkadenhof abdichten
- Luftballone stopfen Sekretariat/Konferenzzimmer zu
#1 erschien mir unmöglich. #2 hat das Problem, dass Wände beim Verrücken der Tische kaputt gehen könnten. #3 hat einen großen Materialverbrauch und deshalb gefiel mir persönlich #4 auch am besten
Und tatsächlich wurde diese Idee umgesetzt. Aber gehen wir es chronologisch durch:
Gegen 17 Uhr erreicht mich die SMS, dass um 00:30 Uhr ein Treffen bei der Brücke stattfindet und alle sollen Luftballons und Confetti mitbringen. Die Maturanten (bestehend aus ca. 25/~90) aller Klassen stürmen die Schule. Als Erstes viel uns auf, dass noch ein Licht in einem Zimmer brannte. Gerüchten zufolge, soll Prof. Überbacher nachts noch gearbeitet haben. Heimlich und ohne Vorwarnung gehen wir ins Konferenzzimmer. Dort werden alle Luftballons aufgeblasen und auf den Boden geworfen. Girlanden verzieren Vorhänge und Kästen. Leider gingen recht bald die Luftballons aus, aber nichtsdesto trotz war es ein Spaß. Zum Abschluss nimmt jeder Schüler einen Luftballon, hält ihn vor das Gesicht und es wird ein Photo mit allen anwesenden Maturanten gemacht.
Eine spontane Idee war es das Foto auszudrucken und jedem Lehrer zu hinterlassen. Wir wollten so gemein sein und dafür den Computer im Konferenzzimmer verwenden. Wenn man eine ranghohe Person in den eigenen Reihen hat, so hat man einen Schlüssel zu allen Räumlichkeiten. Wenn man 4 Jahre als Computerfreak auf der Schule verbringt, erfährt man unweigerlich das Lehrer-Passwort auf den Schulrechnern. Uns standen somit alle Möglichkeiten offen. Die Schwierigkeit war es jetzt die Daten von der Kamera zu lesen. Manche Rechner haben einen eingebauten SD-Reader (Speicherkartenleser). Der im unteren Musikzimmer nicht, aber oben. Leider ist der Computer oben mit einem Schlüssel verriegelt. Somit konnten wir nur den Rechner ausbauen, ins Konferenzzimmer tragen und dort anstecken. Alles wunderbar (wenn auch etwas freaky
), aber Windows erkannte nach 20 Versuchen zwar den USB-Stick, aber nicht die Speicherkarte. An der Stelle gaben wir auf und bauten alles wieder ab. Der Rechner wurde wieder sorgfältig zurückgetragen und angesteckt. Die Vorschläge den Computer unangesteckt zurückzustellen, den Text “This computer got hacked” zu hinterlassen oder ein PirateBay-Logo auszudrucken, wurden nicht in die Tat umgesetzt. Letztendlich gab es also keine ausgedruckten Photos, aber ein verwüstetes Konferenzzimmer und der Abend (ähh… Morgen) klang mit einer gemütlichen Gesprächsrunde in einer der Maturaklassen aus. Wir sind schon gespannt auf die Gesichter der Lehrer, aber vielleicht kann Toja aus der Schule etwas berichten
Wir gratulieren der 8B; die einzige Maturaklasse, wo alle Maturanten bestanden haben

) hat ewig lang im Konferenzzimmer nach einem läutenden Wecker gesucht. Alle anderen Professoren hatten seine Reaktion schon erwartet und er hat es wirklich getan: Den Wecker die Stiege runter geworfen
Für einen eigenen Beitrag wird es leider nicht reichen (kein Photo
), aber ich kann bestätigen, dass es gelungen ist.
(Und das in der 1. Stunde, Vielen Dank
)
Wer in der Früh durch das Osttor in die Schule kam, wurde schon auf der Brücke von ein paar Maturanten, die es sich dort auf einer Bank bequem gemacht hatten, angefeuert. Bei den Parkplätzen vor dem Westtor waren übrigens “Vorsicht-Schilder” angebracht.
Sehr nett war auch die Aktion mit Tröten(?) in die Klassen zu rennen und alle Schüler und Lehrer aufzuwecken